Sendeanstalt

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„Sendeanstalt“ ist meine Bachelorabschlussarbeit an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Es handelt sich um einen Piratenfernsehsender. Als Material kam restauriertes, professionelles TV-Equipment aus den 80er und 90er Jahren zum Einsatz, das die Skulptur des Senders formt. Innerhalb der Sendeantenne befindet sich alles, was zum Sendebetrieb notwendig ist und bildet somit das Zentrum.
Der Sender verfügt über 4 Zuspieler, von denen durchgehend 10 Sekunden Auschnitte in zufälliger Reihenfolge gesendet werden – während ein Recorder sendet, spulen die anderen zum nächsten Beitrag um ohne Unterbrechung auf Sendung gehen zu können. Der Zeitplan ist eng geknüpft – die Maschinen sind permanent belastet und erzeugen eine laute Geräuschkulisse. Gesendet wird Archivmaterial, dass diese Maschinen in Betrieb zeigt (z.B. verfilmte Betriebsanleitungen, Beiträge „Hinter den Kulissen“ von Fernsehantalten, Technikmagazine etc.). Wenn es zu einer Sendeunterbrechung kommt (z.B. weil gerade alle Zuspieler zu einer neuen Position spulen), dann wird das Bild von einer auf die Skulptur gerichtete Kamera gesendet – der Sender wird beim Senden gezeigt und dem Fehler somit on-Air Zeit gegeben.
Gesendet wurde terrestrisch und via Livestream per Internet.

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Technische Details werde ich noch gesondert in einem Blogeintrag veröffentlichen. Der Sender war im Juni 2014 in Betrieb.