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“”, Semesterarbeit WS 2011

„Diejenigen Dinge aber, die bei wirklichem Erleben nur traurige oder stürmische Gefühle in uns erregen würden, wirken angenehmer in der nachahmenden Darstellung als in Wirklichkeit, weil ihre bloße Darbietung uns gerade in jenen entsprechenden Abstand zu ihnen bringt, der uns die Erregung zum Genuss, aber nicht zur inneren Unruhe werden lässt.“

– Jean-Baptiste le Rond dʼAlembert

schriftlicher teil als pdf

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Sand

Herbst 2011 in Stockholm.
Von Sebastian Kraner und Claus Diwisch.

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I didn’t get an exhibition room

“I didn’t get an exhibition room, so I have to use the sky”, Sept.2011

    Diese Leichtsinnigkeit entstand bei der Suche nach einem unbefleckten Ausstellungsraum.

      Gezeigt wird eine Photographie, s/w, die an einem weißen, heliumgefüllten Ballon befestigt ist. Zusätzlich habe ich noch eine Plakette wie man sie aus dem Austellungswesen kennt, angebracht. Der Ballon schwebte im September 2011 im Überschwemmungsgebiet Hadersdorf bei Wien und ist nach ein paar Tagen verschwunden.

        Fotos: Sebastian Kraner

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Menschen auf Bänken in Stockholm und Sonne

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Nachbarstreit

Ich verbrachte eine ungewöhnlich lange Zeit für eine Entscheidung dieser Art. Es war ein Artikelfehler “Bitte kein Werbung” stand mit Kugelschreiber auf dem Briefkasten und ich malte mit meinem grünen Stift der Ästhetik wegen ein “e” dazu.

    Ab dem nächsten Tag wurde ich immer wenn ich auf den Briefkasten sah, auf dem jetzt zusätzlich “Arschloch” geschrieben stand, daran erinnert, wie meine gut gemeinte Korrektur auf Unmut stieß. Ohne es zu wollen habe ich provoziert weil ich korrekte Grammatik sexy ästethisch finde.

      Zu allem Überfluss wurde ein paar Wochen später der von mir korrigierte Briefkasten aufgebrochen. Das Metall so stark zerbogen, das es abgebrochen ist. Ein paar Tage später war auch mein Briefkasten aufgebrochen. Ich schien schuldig und verfolgt.

        Heute morgen wurden neue Briefkästen montiert. Und ich fühle mich erleichtert. Was man nicht mehr sieht, macht einem auch kein schlechtes Gewissen.

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September

Wenn die Bewegung wieder anrollt beschließen wir (oder fühlen uns gezwungen) zu springen – über unseren, wie man sagt, Schatten direkt vor die Haustüre in den Trubel. Koffer aus – nein – wieder eingepackt. Die Wiederholung ist uns egal, weil wir beschäftigt sind und wie gut das ist sieht man dann daran, wie wir eine Zeit lang vergessen wichtige Sätze zu schreiben.


Der Abschlusssatz nervt mich viel weniger als das davor.

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Betonmischfisch im Scheiterhaufen

Juli 2011, Island, 35mm, Farbe

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Persönlichkeitsfixiert, Überflutung. Unsinn.

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